Das Buch

Über das Buch

Vor über 15 Jahren begegnete Andreas Varesi das erste Mal dem Phänomen Erzsébet Báthory. In einem Buch über historische Vertreter des Vampirismus fand er neben dem als Dracula bekannten Vlad Tepes eine kurze Randnotiz über die ungarische Gräfin Báthory, die angeblich zur Erlangung ewiger Jugend und Schönheit über 650 Mädchen im Blutrausch ermordet haben soll. Sein Interesse war geweckt, aber in neueren Geschichtsbüchern war nichts über besagte Blutgräfin zu finden. Doch endlich stieß er in der Bayerischen Staatsbibliothek auf die originalen Prozessakten, die Einblicke in die Psyche der wohl grausamsten Massenmörderin des europäischen Abendlandes eröffneten.

Fasziniert durch die Fülle an verbrieften Fakten und inspiriert von Werken wie Umberto Eccos "Name der Rose" oder H.P. Lovecrafts "Schatten über Innsmouth" begann er einen phantastischen Roman über das Geheimnis der Báthory zu schreiben. Dabei war sein Bestreben stets darauf gerichtet, sich so eng wie möglich an die historischen Prozessakten und an die geschichtlichen Zusammenhänge um 1610 zu halten. Darüber hinaus wollte er ein Sittengemälde entwerfen, das es dem Leser ermöglicht, sich in die Ängste, die Nöte und die Dämonen am Vorabend des 30jährigen Krieges hineinzuversetzen.

Hierfür recherchierte Andreas Varesi nicht nur die gesamte verfügbare Literatur über Erzsébet Báthory, Vampirismus und das beginnende siebzehnte Jahrhundert, sondern er suchte auch alle im Roman beschriebenen Orte persönlich auf, um sich ein eigenes Bild über Land, Leute und lokale Erzählungen zu machen.

Das Ergebnis ist ein dichtes Netz aus geschichtlichen Fakten, bestehend aus über hundert Quellennachweisen, in das sich eine spannungsgeladene und stimmungsvolle Geschichte einbettet. Zudem wartet der Roman noch mit einigen beunruhigenden historischen Enthüllungen auf, die in diesem Zusammenhang noch nie veröffentlicht wurden.


 



Andreas Varesi 2005-2009 / Stand: 14.11.2005 / Aufrufe